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German Garrison Legoland
Deutschland

Gruppenbild vor dem Eingang des Legolands

"Wir sind die Zweite-Klasse-V.I.P.s"

Das German Garrison Jahrestreffen im Legoland Deutschland am 21./22. Mai 2005


Im letzten Jahr hatte ich mich ja noch von den IZWE-lern zum großen GG-Event „mitschleifen“ lassen; in diesem Jahr sah das ganz anders aus, zum einen, weil es mir im letzten Jahr in Geiselwind so gut gefallen hatte, zum anderen, weil ich inzwischen in der German Garrison viel mehr Kontakte geknüpft hatte. Also war ich wild entschlossen, trotz aller Unwägbarkeiten an dem Event teilzunehmen, auch, wenn es ungünstigerweise am Premierenwochenende von Episode III lag, ich (deshalb) keine Mitfahrer hatte, es wieder in Bayern war und ich noch dazu potentiell am Freitag Nachmittag einen Pflichttermin in der FH hatte.
Also hatte ich mir für den Abend einen Flug von Hamburg nach Stuttgart gebucht. Wie sich dann herausstellte (was ich vorher ja nicht hatte wissen können), fand der Pflichttermin eine Woche später statt, so dass ich das ganze etwas lockerer angehen konnte. Am Donnerstag hatte ich meinen Trooper noch richten müssen, da mir der bei der EP III-Premiere in Bremen auseinandergefallen war…
Ich hatte auch überlegt, einfach nur als Offizier zu gehen, was das Fluggepäck um einiges einfacher gemacht hätte, aber ich war auch gespannt darauf, wie das Flughafenpersonal wohl reagieren würde, wenn man mit einem Koffer voller Plastikteile da aufkreuzt…
Als ich also per Auto, Stadtbus und Kielius am Flughafen ankam und der Koffer am Lufthansa-Schalter, wo man eincheckt, durchleuchtet wurde, war ich schon fast enttäuscht, dass der Beamte nur sagte: „alles in Ordnung“… Auch die Frau, die das Handgepäck durchleuchtete, verzog keine Miene, obwohl ich den Helm im Rucksack hatte. Mir scheint, dass die ne Menge merkwürdige Sachen sehen… Ich hatte ja damit gerechnet, dass ich alles auspacken müsste, und war deshalb vorsichtshalber eine Stunde früher zum Flughafen gefahren, was nun bedeutete, dass ich da über zwei Stunden herumsitzen musste. Und dann hatte der blöde Flug auch noch über eine halbe Stunde Verspätung! Ich bangte schon um meine Leihwagen-Reservierung, denn der Hertz-Schalter würde planmäßig um 23:00 Uhr schließen, und der Flug würde erst um 22:50 Uhr in Stuttgart sein.
Die Befürchtung war zum Glück unbegründet, der Schalter war noch besetzt und alles klappte reibungslos. Also kam ich gegen 0:20 Uhr schließlich in Günzburg an. Natürlich traf ich in der Halle auch gleich ein paar Leute von der Garrison saß mit denen einige Zeit zusammen, nachdem ich das Gepäck auf das Zimmer gebracht hatte. Tobi, mit dem ich unter anderem das Zimmer teilte, bemerkte, dass mein Koffer den BGS am Flughafen in Hamburg offenbar doch interessiert hatte - es klebte ein gelbes Band daran, das darauf hindeutete, dass sie einen Blick hineingeworfen hatten.
Nachdem wir aus der Lobby vertrieben worden waren, setzten die Verbliebenen sich im Flur des zweiten Geschosses fest.
Und nachdem auch diese Gruppe sich aufgelöst hatte, unterhielt ich mich mit „unserem Schweizer“ Micha Bollinger auf unserem Flur im 3. Stock noch bis um 3:20 Uhr.

Begrüßung der Parkbesucher am Eingang Am nächsten Morgen, dem 21.05.05, war die Nacht um 7:00 Uhr zu Ende.
Viel geschlafen hatte ich nicht - nicht nur, dass ich spät im Bett gewesen war, zu allem Überfluss hatten meine beiden Mitbewohner in der Nacht versucht, den Regenwald abzuholzen. However, nach dem Frühstück ging es auf ins Legoland Deutschland, wenige Auto-Minuten vom Hotel entfernt - eine Stunde früher als geplant, denn kurzfristig sollte noch ein Werbefilmchen mit ein paar Stormtroopern gedreht werden. Also besetzten wir vor der Öffnung das Fort im „Knights Kingdom“ und einige von uns fuhren mit der zugehörigen Achterbahn.
Kurz vor der Öffnung des Parks um 10:00 Uhr nahmen wir Aufstellung am Eingang, um die Besucher zu empfangen, die schon in Scharen vor den Toren warteten. Nach dem ersten Ansturm, währenddessen es angefangen hatte zu regnen (zum Glück nur kurz) begab ein Teil von unseren Truppen sich auch vor das Tor, um sich mit den an den Kassen Anstehenden ablichten zu lassen. Und begeisterte Fotografierwillige gab es jede Menge!
Als wir uns endlich wieder zu unserem „Stützpunkt“ durchgekämpft hatten (gar nicht so einfach, wenn man alle zwei Meter für ein Foto posieren muss!), wurde für zwei der vier eingeteilten Gruppen Zeit zur freien Verfügung (ohne Kostüm) ausgerufen. Die verbliebenen beiden Gruppen sollten weiter im Park Präsenz zeigen.
Ab 12:20 Uhr war Mittagessen in der Personalkantine angezeigt.
Eigentlich sollten die beiden verbliebenen Gruppen sich hierbei abwechseln, aber die Gruppen waren inzwischen so zersplittert und im Park verstreut, dass da keine vernünftige Ordnung mehr reinzubringen war. Es klappte aber trotzdem alles gut.
Einige hatten sich schon im Vorfeld über das vermeintlich dicht gepackte Programm beschwert, doch vor Ort zeigte sich dann, dass das gut so war - so stand man weniger herum ohne zu wissen, was man nun wohl tun sollte (ein Problem, das sich im Vorjahr im Geiselwind-Park gezeigt hatte). So gab es neben mehreren Umzügen (mit Blasorchesterunterstützung!) auch eine Integration in das Bühnenprogramm der Freilichtbühne, neben der auch unser „Stützpunkt“ angeordnet war, natürlich wieder mit anschließendem Foto-Shooting.

Selbstverständlich ließen wir es uns auch nicht nehmen, zwischen diesen Terminen nicht nur im Park zu patroullieren, sondern auch einige Fahrgeschäfte auf ihre Rüstungstauglichkeit zu überprüfen und natürlich auch einmal mit der Wildwasserbahn zu fahren.

Abends gab es wieder ein großes gemeinsames Essen im Restaurant direkt gegenüber vom Hotel. Ich suchte mir einen freien Tisch - und sah mich kurz darauf damit konfrontiert, plötzlich 5 Bayern mit am Tisch zu haben... und das mir! Aber die Verständigung klappte dann doch besser, als ich im ersten Moment befürchtet hatte ;-)
Zu diesem Erfolg trug bei, dass Chriss sich die Mühe gemacht hatte, für alle ein Quiz vorzubereiten, dass schon an jedem Platz bereitlag. Besonders gut war die Frage, aus wievielen ABS-Teilen eine normale Trooper-Rüstung besteht - die eine Hälfte der Leute war wild am rechnen, während die andere Hälfte, die keinen Trooper hat(te), doof aus der Wäsche schaute...
(Bei dem Quiz, bei dem es noch eine zweite Stufe für die besten 25 (?) gab, belegte ich letztlich den 3. Platz und gewann ein Lego-Fußball-Set, dass ich allerdings am nächsten Morgen Christopher, dem Sohn von Katja und Jay Brain, schenkte, da ich zum einen nicht wirklich Verwendung dafür hatte, und es zum anderen gar nicht mehr in mein Fluggepäck bekommen hätte...)


Freundlicherweise wurden wir uns Bühnenprogramm mit eingebaut

Am nächsten Morgen schien die Besetzung recht zusammengeschrumpft - was wohl daran lag, dass einige tatsächlich nicht mehr vor Ort waren, einige allerdings auch noch nicht wieder vernehmungsfähig :-)
Angesichts dessen entschieden wir uns, die „Wachteilung“, die eigentlich wie am Vortag für die anderen beiden Gruppen vorgesehen war, ausfallen zu lassen - dumm gelaufen für uns, aber wir fanden es auch doof, wenn dann nur noch 10 oder 20 Gerüstete versprengt durch den Park liefen.
Gegen Nachmittag wollten wir mit ein paar Leuten noch ein paar Fahrgeschäfte ausprobieren. Auf dem Weg zur Achterbahn philosophierte Julia über Wertigkeiten: „Sobald ein Vader oder ein Jango in der Nähe ist, ist man als Offizier oder Trooper nicht mehr interessant. Wir sind wirklich Zweiter-Klasse-V.I.P.s!“
Wir quetschten uns mit zwei Troopern und einem Offizier in die kleinen 4-Personen-Wagen - und auf halber Fahrtstrecke hielt die Anlage an... technische Störung. Eigentlich nicht weiter schlimm, aber Micha regte sich auf: „Wenn ich jetzt in der Rüstung die enge Wendeltreppe runter muss, dass geht ja gar nicht! Da springe ich ja lieber!!“
Mir starben zwar langsam die Beine ab, aber dann ging es doch weiter.
Irgendwann gegen vier zogen sich auch die letzten in Zivil um, und die letzten 15 oder 20 Leute setzten sich noch auf ein Eis zusammen, bevor man schließlich aufbrach - einige hatten ja noch eine recht weite Tour zu fahren.

Ich hatte noch eine weitere Nacht in dem Hotel gebucht, um am nächsten Tag ganz entspannt nach Hause zurückzureisen. Leider war ich der einzige, und so kam ich mir an dem Abend reichlich einsam vor; den Tag hat man noch 100 andere Star-Wars-Verrückte um sich, und abends sitzt man plötzlich ganz alleine in der Lobby und weiß nix mit sich anzufangen...

Wir hatten mit dem Wetter an dem Wochenende riesiges Glück gehabt, denn am Montag vormittag regnete es in Günzburg in Strömen.
Der Tag fing eigentlich ganz nett an, beim Frühstück sprach der Kellner mich auf unser Wochenende an und zeigte sich recht enthusiastisch - auch wenn er zugeben musste, dass er noch nie einen SW-Film gesehen hatte, fand er das mit den ganzen Kostümen toll (Faszination und Begeisterung bei totaler Ahnungslosigkeit, würde ich mal sagen... :-) ) - ich holte ihm dann sogar noch die Wildwasserbahnfotos vom Zimmer, damit er sich die mal ansehen konnte. (Der Mann war tatsächlich total ahnungslos, er wusste nicht mal, wer Darth Vader ist!)

Mehrere Umzüge durch den Park wurden veranstaltet Um 11 checkte ich dann aus - ich hatte mir überlegt, höchstens 1 1/2 Stunden nach Stuttgart, dann 2 Stunden auf dem Flughafen, passt schon. Ich hatte einen Flug für 14:35 gebucht. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass ein LKW-Fahrer sein Gefährt unbedingt auf der A8 umschmeißen musste - logische Konsequenz: Stau. Aber damit nicht genug, ich stand noch gar nicht lange im Stau, da ging die KühlwasserWarnleuchte an. Ich also auf den Standstreifen, zur nächsten Notrufsäule und den Defekt gemeldet. Dann stand ich schön ne halbe Stunde im Regen, und einige Telefonate später sagte man mir: „Wir schicken Ihnen jemanden, aber das kann wegen des Staus einige Zeit dauern“ - als ich dann darauf hinwies, dass mein Flug in zwei Stunden geht, meinte die freundliche Dame am anderen Ende, ich solle sehen, ob der Wagen sich inzwischen wieder abgekühlt habe, und wenn ja, solle ich zur Werkstatt kommen.
Also wieder rein in den Stau.
Zwei Stunden später war ich dann bei der nächsten Ausfahrt (!), wo der ganze Verkehr von der Autobahn runtergeleitet wurde (mein Flug hatte zu dem Zeitpunkt grade Boarding, wenn er pünktlich gewesen ist) - nun ja, weiter zur Werkstatt, aber dort konnte man keinen Fehler finden. Dafür erzählte mir der Mechaniker, was auf der A8 losgewesen war - da war wohl ein Lastwagen umgekippt, hatte die Mittelleitplanke durchbrochen und war von einem entgegenkommenden Lastwagen erfasst worden. Sicher kein schöner Anblick...

Nachdem er also keinen Fehler hatte finden können, schickte der Mechaniker mich wieder mit dem Wagen los, ich fuhr zum Flughafen, gab den Wagen ab und eilte zum Lufthansa-Schalter. Antwort dort: Den Flug könne man nicht mehr umbuchen, selbst mit dem besten Willen nicht, und wenn ich ein One-Way-Ticket nach Hamburg wolle, müsse ich Business fliegen, das würde 3xx Euro kosten... Aber wenigstens gab sie mir die Empfehlung, bei der DBA zu fragen, die würden auch One-Way Economy anbieten. Bei der DBA bekam ich dann auch tatsächlich ein Ticket für einen akzeptablen Preis für einen Flug etwa 2 Stunden später, um 17:55.
Auf Anraten des Hertz-Servicemenschen, der mich mehrfach wegen dem Defekt angerufen hatte, wurde ich dann auch noch mal am Hertz-Schalter vorstellig, um zu fragen, ob die da mit der Buchung noch was machen könnten, aber denen war der Vorfall nicht mal bekannt :( (Dummerweise fiel mir in dem Moment auch nicht ein, dass er davon gesprochen hatte, noch ein Fax schicken zu wollen, aber das hätte vermutlich sowieso nichts mehr gebracht...)

Um 17:25 sollte Boarding sein; ich war da, aber das Flugzeug nicht. Kam mir bekannt vor, war am Freitag in Hamburg auch schon so gewesen. Aber im Gegensatz zu Hamburg, wo ich eine halbe Stunde gewartet hatte, hieß es hier gleich eine Stunde, und als nach der Stunde noch immer kein Flugzeug da war, wurde großzügig eine weitere Stunde aufgeschlagen.
Ich frage mich: Wie kann eine Linienmaschine, die eine Flugzeit von 1:10 hat, 2 Stunden Verspätung haben?? Freundlicherweise kam das Flugzeug dann doch noch irgendwann, und ich konnte die Erfahrung machen, dass das Catering bei der Deutschen BA auf Kurzstreckenflügen deutlich besser als bei der Lufthansa ist. Schließlich in Hamburg eingetroffen, musste ich noch ein paar unbedeutende Minuten auf den Zubringerbus (Kielius) warten, und in Kiel durfte ich dann vom ZOB zu meinem Auto noch 20 Minuten laufen, weil um 22 Uhr in Kiel die Bürgersteige hochgeklappt werden und kein Stadtbus mehr fährt...

Für das Geld, das ich letztendlich an dem Wochenende alleine für Fahrtkosten und Hotel gelassen habe, hätte ich vermutlich auch zwei Wochen Vollpension nach Mallorca fliegen können. Aber leid tut es mir trotzdem nicht drum - was soll ich auf Mallorca, wenn die Trooper im Legoland sind? :)))

TK-2208



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