
Mein Urlaub auf Adarlon
Ein PSIngsten 99 Bericht von Capt’n Aldan Calvera
Margath’s auf Adarlon, ein Paradies für Spieler, Schmuggler,
Rebellen, Imperiale, und auch für mich! Seit langem schon ist dieses
kIeine System im Erilan-Sektor unahängig und heißt jeden willkommen,
der die nötigen Credits in der Tasche hat und sich einigermaßen
zivilisiert benehmen kann.
Eigentlich
war ich primär wegen des angekündigten Sabacc Turniers, aber
auch aufgrund einer Verabredung mit einem alten Bekannten an diesen Ort
gekommen, doch Margath’s hatte noch eine ganze Reihe mehr zu bieten: Nachdem
die üblichen Anreise-Formalitäten wie Check-In, Eintausehen der
planetaren Währung und in einigen Fällen die Ausstellung von
Lizenzen für mitgeführte Waffen erledigt waren, begrüßte
um ca. 20:00 Mrs Margath die anwesenden Gäste. Hierbei handelte es
sich um ein durchaus gemischtes Publikum aus Imperialen von verschiedenen
Schiffen der IFSH, Unabhängigen, sowie Bürgern der Neuen Republik.
Anschließend wurden nach einem kurzen Toast die Gäste durch
das, ähm, professionelle Animateurteam Howie:, Stevie und Mary (Reebo
und Zooty waren leider kurzfristig von Präsident Sheridan abgeworben
worden) ein wenig aufgelockert. Hierbei entstand auch der legendäre
neue Schlachtruf der IFSH: „Stößchen!“
Anschließend wurden noch einige GesellschaftsspieIe angeboten
wie zB die Reise nach Babylon, wo sich Colonel Norman Bates wieder
mal den Sieg sicherte, indem er seinen Mit- Imperialen den Stuhl
unter dem Gesäß wegzog.
Später am Abend fand dann das, was im Programm so nett als abendliche
Waldführung angekündigt worden war, statt. Vielleicht sollte
ich noch erwähnen, daß der Wald nur von den neusten
Kreationen der Genetic-Try-and-Error-GmnH bevölkert war, sondern
auch von einem äußerst hinterhältigen Virus, der nicht
nur Tiere ansteckte, sondern auch Humanoide in brabbelnde Mutanten verwandeIte.
Leider ahtten sich ausgerechnet unsere erfahrenen Führer mit der Seuche
infiziert. Ich weiß noch, wie der Führer meiner Gruppe durch
den Wald irrte und ständig „Margath’s“ brabbelte – was ich brabbelte
und wie ich zurück zum Hotel kam, daran kann ich mich hingegen nicht
erinnern.
Das Ende vom Lied war in jedem Fall, dass das Hausärzte-Team des
Margath’s in dieser Nacht noch viel zu tun hatte, um uns alle wieder fit
zu kriegen.
Trotz
alldem fühlte ich mich am nächsten Morgen wieder ganz hervorragend
und wurde nicht wie einige andere erst durch die emsig putzenden Jawas
geweckt. Auch ein ärgerlicher Systemausfall des Schuhputzdroiden konnte
mich nicht daran hindern, mit einem Frühstück, wie ich es liebe
(reichhaltig nämlich) den neuen Tag zu beginnen und dem Sabacc-Turnier
welches für den Nachmittag angesetzt war, mit großen Erwartungen
entgegenzusehen.
Vorher sorgte jedoch ein Mordfall für Aufregung. Eine Kopfgeldjägerin
wurde erschossen aufgefunden.
Besagte Person war mir schon zuvor aufgefallen, nachdem ich jedoch
feststellte, dass ihr Interesse nicht mir galt, ließ meine Aufmerksamkeit
ein wenig nach und so erfuh ich von dem Mord erst später. Allerdings
möchte ich nicht verschweigen, dass ich einen, sagen wir mal, gewissen,
Überblick über den Kreis der Verdächtigen habe. Soweit ich
erfahren habe, waren Mitglieder der Imperialen Flotte durchaus bemüht,
den Fall zu klären und unterstützten den Sicherheitschef des
Margath’s in all seinen Bemühungen. Dennoch schien es mir, dass wichtiges
Beweismaterial auf unerklärliche Weise plötzlich verschwunden
war...
Als
es dann doch endlich soweit war und das große Sabacc-Turnier anstand,
gab es nur noch eine Hürde zu überwinden: den Krawattenzwang,
denn im berühmten 27 Hour Social Club (der Tag auf Adarlon hat gemeinhin
26 Stunden, aber hier feiert man gerne etwas länger) ist das Tragen
eines Kulturstricks Pflicht! Tyrell und meine Wenigkeit kannten dieses
Procedere glücklicherweise schon und waren daher mit stilgerechtem
Schlipsersatz (Schärpe und Bolo-Tie) angerückt. Die Imperiale
Uniform sieht leider keine derartigen Kleidungsstücke vor und
so mußten viele der Herren Offiziere den Service des Hauses
in Anspruch nehmen und sich einen Langbinder aus der hauseigenen Kollektion
leihen. Trotz der etwas ungewohnten Aufmnchung gelang es den tapferen
Schlipskämpfern doch, den Sieg letztendlich an sich zu reißen:
Fleet-Captain Navarre Tarsalia errang ihn.
Nach
einem herzhaften Abendessen bahnte sich dann das an, was die Direktion
so zutreffend als einen Bunten Abend beschrieben hatte. Und in der Tat
war die ganze Angelegenheit mehr als bunt: Zwischen Sketchen, Nachrichtenansagen
und Gesangsdarbietungen fand auch noch eine Geiselnahme statt, die später
zu einer Schlacht um Ebene zwei des Gebäudes führte, welche inzwischen
als der Klokrieg, bekannt ist. Nachdem gerade noch durch Sicherheitschef
Zack Urity verhindert werden konnte, daß der berüchtigte Zauberer
Puff Pokerfield seinen nicht ganz so trickreichen Trick ”die zersägte
Jungfrau” durchführen konnte (er hatte bereits 30 Assistentinnen auf
dem Gewissen, und Rear Admiral Kim Nekladon wäre beinahe Nr. 31 geworden),
begann die heiße Phase des Klokrieges: Bei einem Versuch, den namensgebenden
Abort zu betreten, wurde ich von bewaffneten Geiselnehmern erwartet, die
mich mit 5 abgetrennten Blättern des bekannten weißen Endlospapiers
fortschickten, um zu zeigen, daß sie es ernst meinten. Nachdem ich
die abgetrennten Glieder dr Geiselrollen im Foyer präsentiert hatte
(und das Plan- (und Zeichen-) Spicl ”was wäre wenn...” von Fleet Captain
Tarsalia, Count LvM und Rear-Admiral Nekladon beendet war), beschlossen
wir, schließlich, die Ebene zu stürmen. Anerkennend möchte
ich hierbei bemerken, daß Major General Kylie Stormbringer als (sovie1
ich weil) einziger 1mperialer Offizier an der ganzen Aktion teilnahm (der
Rest waren in der Tat unabhängige, Rebellen und sonstiges Gesocks
(Leute wie meinw Weigkeit halt...). Nach einem kurzen, aber nicht
minder blutigen (nochmals sorry wegen der zerschlagenen Flasche Kirschsaft)
Gefecht konnte der Klo-Krieg siegreich beendet und das als Geisel genommene
Klopapier befreit werden. An dieser Stelle seien noch einmal die Helden
dieser Schlacht erwähnt. Es kämpften äußerst heldenhaft:
Sandy Darklighter (Jedi), Capt. Saja Dealgood (Unabhängige Händlerin),
Capt. Melissa McNeil (Allianz der Rebellen), MGen Kylie Stormbringer (imperiales
Heer), Sean Tyrell (Unabhängiger Händler) und ich natürlich.
Später
durften wir dann noch der Darbietung von „Cheef un ihm seine singenden
Maaten” lauschen. Die anschließende Nacht bei Utoz, Sabacc und einer
äußerst angenehmen Massage im neu eröffneten Massagesalon
wurde nur an einer Stelle durch die Entführung der Köchin getrübt.
Erneut brachen wir mit einer kleinen Gruppe, genau gesagt, Sandy, Kit und
ich, auf, um die Ernährung für den folgenden Tag sicherzustellen.
Wenig später folgte sogar noch ein (wie häufig) etwas desorientierter,
aber sehr idealistischer Poke Puffer mit den wenigen Imperialen, die er
von den Sabacc-Tischen abkratzen konnte, und gemeinsam gelang es uns, die
Köchin zu befreien.
Nach der ausgesprochen entspannenden Massage und einem erholsamcn Schlaf
schließlich wurde ich in meiner Eigenschaft als Frühaufsteher
schließlich nicht ganz so unsanft von der herannahenden Putzkolonne
geweckt. Dazu muß ich noch anmerken, daß alle Gäste vorsorglich
von einer äußerst netten (und nicht minder gutaussehenden) Krankenpflegerin
auf ihren Gesundheits- (und in einigen fällen möglicherweise
auch Geistes-) zustand überprüft wurden. So charmant von Dornröschen
wachgeküsst (Moment, sollte das nicht eigentlich umgekehrt....?) entkam
ich auch besagter Putzkolonne in Form von Geeeerdaaaa und Elfriiiiiiieeede,
wohl nicht aber ihrer Stimmgewalt, mit der sie sich diagonal durch das
ganze Gebäude unterhielten (alle Beteiligten werden wissen, was ich
meine) und schlug mich nur mit einem Handtuch hewaffnet zu den Duschen
durch (ich gestehe! Ich bin bekennender Warmduscher). Anschließend
suchte ich frisch gewaschen das Frühstücksbüffet heim, um
mich auf den heutigen Tag vorzubereiten.
Auf
dem Programm stand heute die sogenannte Über-Rasch-ungs RällEi.
Wie wir später herausfanden, ist das eine andere Bezeichnung für
das imperiale Flottengeheimdiensttraining. So packten wir dann unser Marschgepäck
und machten uns auf den Weg nach Adarlon-City. Nun, genaugenommen machten
sich die meisten auf den Weg dorthin, aber irgendwo musste mir beim Abflug
ein kleiner Fehler unterlaufen sein, und unser Team folgte dem falschcn
Convoy. Als wir den Fehler bemerkten, war es uns Glücklicherweise
möglich, von der Flugkontrolle via Comlink die richtigcn Koordinaten
zu erhalten, und so machten auch wir uns auf den Weg zum Platz von Alderaan.
Glücklicherweise kamen wir noch rechtzeitig an um pünktlich zu
starten. lch möchte mich jetzt nicht über jedes Detail auslassen,
da so ein Geheimdiensttraining ja wohl aueh geheim sein sollte, doeh sei
auf jeden Fall erwähnt, daB unser Team sich trotz (oder gerade wegen?)
der Tatsache, daß wir ein recht gemischtes Team waren, ganz hervorragend
schlug und sogar eine der Gruppen vor uns überholte, indem wir gerade
noch rechtzeitig ein Shuttle erwischten. Ansonsten vertrieben wir uns die
Zeit damit, Imperiale Agenten in unterirdischen Tunnels zu treffen, Durosse
auszuspionieren, Mittelsmänner zu verfolgen, Munteras geheimes Hauptquartier
zu besuchen, einer hilflosen Schmugglerin zu helfen, den Imperator höchstselbst
zu beeindrucken (seine Durchlaucht Imperator Nasalia I) und Sean Tyrell
beim Biertrinken zuzusehen, während wir ihm Credits in den Rachen
schoben, sowie ihm anschließend einen Kraitdragonkopf zu servieren.
Anschließend
mußten wir uns dann erstmal bei eier landesüblichen belegten
Flachhteigware entspannen, bevor wir ins Margath’s zurückkehrten,
wo wir bald darauf dann schon ein schmackhaftes Barbecue serviert bekamen.
Sehließlich wurde es dann auch Zeit für den unglaublichen
Show-Act, auf den viele von uns gewartet hatten: das PSIater präsentierte
in diesem Jahr das grandiose Improvisationsstück ”der Schuh”! Diesen
Akt kann man wohl kaum beschreiben, jedoeh sprachen die Beifallsstürme
und die kontinuierlichen Lacher für sich.
Den
Rest des Abends (und der Nacht) verbrachten wir in ausgesprochen geselliger
Runde, bis sich die Sonne von Adarlon mit trübem Dämmerlicht
ankündigte. 1ch erinnere mich noch vage, daß Rear Admiral Muntera
in dieser Nacht entführt wurde, jedoch schien nicht mit ganz soviel
Enthusiasmus nach ihm gesucht zu werden wie am Vorabend nach der Köchin
(Hmm, ja, ich setze Prioritäten). Auch Nephren Dadeka ließ sich
glücklieherweise nicht aus unserer illustren Runde reißen, während
wir jede Art von Getränk kosteten, die die Hausbar zu bieten hatte
(und das Margath’s hat einiges zu bieten).
So schliefen wir denn aueh alle tief und fest, bis wir am nächsten
morgen durch Blasterschüsse geweckt wurden. Wenig später Wurden
wir eines seltsamen Anblicks gewahr: MGen. Stormbringer jagte ein seltsames
Rebellentrio durch die Flure, das mir aus irgendeinem Grund bekannt vorkam.
Ich beschloss, an diesem Morgen vorsichtshalber mit meinem Blaster zu duschen...
Wenig später begegnete ich einem recht verschlafenen Colonel Bates,
der etwas stammelte wie: ”Ich hatte einen komischen Traum, ich hab’ geträumt,
Luke wäre Leias Sehwester...” Daraufhin faßte ich den Entsehluß,
die ganze Sache bei einem guten Frühstück zu vergessen.
Bald darauf verabschiedeten sich auch schon die ersten Gäste und
einige Zeit später stieg auch ich in mein Shuttle, um auf mein Schiff,
die Sabretooth, zurückzukehren.
Der Bericht erschien in den Dunklen Seiten #14