Maboon im Maschinenraum


Maboon erledigte noch einige Dinge auf der Brücke und ging dann den ganzen langen Weg von der Brücke bis zum Maschinenraum.
Der Chefingenieur saß gerade an einem Terminal, als er hereinkam. Garenga stand sofort auf um zu grüßen und Maboon erwiderte den Gruß: "Lieutenant, Sie haben meine Ansprache bereits gehört, also brauche ich nicht mehr viel zu sagen. Ich wollte Ihnen aber trotzdem noch persönlich befehlen, das Schiff auf das Manöver vorzubereiten. Sie wissen, was zu tun ist. Sämtliche Waffen entschärfen und die Schilde umkonfigurieren.
Das Manöver beginnt in etwa viereinhalb Stunden. In etwa dreieinhalb Stunden kommen wir am Zielort an. Da die meisten Umstellungen nur Programmierarbeit sind, bin ich sicher, dass sie keine Zeitprobleme haben werden. Anders aber weiß ich nicht, wie schnell die Techniker an den TIE-Fightern vorwärts kommen. Wenn Sie hier unten also zwei oder vier Mann entbehren können, schicken Sie sie hoch zu den TIE-Fighter-Magazinen."
Garenga verzog den Mund: "Hmja, ich denke, das ließe sich machen. Dann sind die da vorne wohl nicht genügend mit Personal ausgestattet, was? Ich werde das mal beim Debriefing nach dem Manöver ansprechen müssen. Aber gut, ich schicke ein paar Techniker rüber."
Maboon drehte sich rum und besah sich das rege Treiben: "Bei so viel Hektik können Sie sich noch konzentrieren?"
"Gerade, wenn es so hektisch ist", strahlte Garenga, "läuft's am Besten. Sehen Sie, das ist Leben! Hier merkt man, wo die Arbeit hingeht und wo sich was verändert. Das ist nicht wie am runden Tisch, wo die Probleme endlos gewälzt werden, Sie wissen schon." Er bedachte Maboon mit einem entschuldigenden Blick. "Ich denke, wir werden eine gute Figur abgeben. Ähm, ach ja, wurde angekündigt, welche anderen Einheiten am Manöver teilnehmen?"
Maboons rechte Augenbraue rutsche wieder runter, er bevorzugte Ruhe: "Nein, leider habe ich keine Informationen darüber, welche Schiffe noch am Manöver teilnehmen, man hat sich erst im letzten Moment dazu entschieden, die New Order an dieser Schlacht teilnehmen zu lassen. Es wurde aber davon gesprochen, dass es ein recht großes Manöver ist, also können wir durchaus mit mehreren Schiffen pro Seite rechnen. Ich gehe allerdings davon aus, dass keine Zerstörer daran teilnehmen werden."
Maboon fuhr fort: "In diesem Manöver möchte ich mich auf die Manövrierfähigkeit und die Geschwindigkeit der Fregatte verlassen können. Bis jetzt haben Sie ja keine Schwierigkeiten gemeldet, also sind Sie mit Ihrer Mannschaft zufrieden?"
"Ich kann nicht klagen, danke der Nachfrage, Sir. Die Abteilungsleiter machen gute Arbeit und die Mannschaft hat sich in den letzten Tagen vorbildlich ins Zeug gelegt. Ich hoffe aber, dass wir nach dem Manöver etwas Ruhe bekommen, es gibt hier ganze Abteilungen, die bisher wenig Schlaf gesehen haben." Garenga liess seinen Blick zum Fenster vom Besprechungsraum zum Maschinentrakt schweifen und sah, dass jemand ihm bedeutete, zu kommen. Mit einem Räuspern nahm Garenga wieder Haltung an, was er während des Gesprächs etwas vernachlässigt hatte. "Sir, wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen würden, man scheint mich da unten zu brauchen."
Maboon drehte sich um zu der Richtung, in die Garenga gerade sah und erblickte den winkten Techniker: "Gut, ich will Sie nicht aufhalten, machen Sie weiter." Er erwiderte Garengas Gruß und ging dann wieder zum Ausgang des Maschinenraumes. Dort drehte er sich nochmal um und besah sich das rege Treiben. Dann ging er durch das Schott, dass sich blitzschnell hinter ihm schloss.




© Maboon/Garenga 0210230910


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