Die Schlüsselszene -so sehe ich
das- ist die verbotene Beziehung zwischen Nasalia und dem Milchbubi.
Während wir zu Begin noch einen zaghaften Dialog sehen, endet die
Reportage fulminant mit einer drastischen Szene, die die bereits
gewonnene Innigkeit zwischen den beiden Protagonisten besonders
deutlich zeigt. Dass die Reportage im Bett mit Nasalia und Milchbubi
endet, kann kein Zufall sein.
Es fällt doch auf, dass die Regisseurin den Spannungsbogen eindeutig
auf die letzte Szene hinlaufen lässt. Ein erster Climax findet sich in der
Dialogszene, der eigentliche Höhepunkt bleibt aber der Phantasie des
Zuschauers überlassen.
Die Dramaturgie ist darauf bedacht, den Imperator als ein
begehrenswertes Wesen mit Stärken und Schwächen darzustellen.
Unser kleiner Morgenmuffel wird zu erotischen Mann. Man vergesse
nicht die kleine Spitze in der "Hallo Herr Kaiser"-Szene, in der Nasalia
eindeutig als Schelm dargestellt wird - allzu menschlich, wenn es heißt
"Aber Herr Kaiser"!
Die Konstellation ist klar. Während alle anderen Charaktere,
ausgenommen vielleicht der Moderator, Nasalia begehren, gelingt es
lediglich Milchbubi, ihn zu bekommen.
Dies ist keine profane Reportage, dies ist filigranste Psychologie,
feinstes Handwerk und bestes Einfühlungsvermögen. So müssen Sie
es betrachen.
(Rezension: Vino Veritas, Holomatographie Today)
Ähem! Eigentlich liegt das Hauptaugenmerk des Films auf der verhohlenen Erotik, die sich auf so einseitige Weise zwischen dem Moderator und dem Impi abspielt.
Denn während alle anderen Charaktere ihre Lüsternheit völlig ungeniert zeigen, bemüht sich der (mit Verlaub) niedlich verklemmte Moderator, diesen Trieb durch eine verherrlichende, homoerotisch angehauchte Berichterstattung zu sublimieren.
(Stellvertretend für den Mann an sich. Skywalkers sind von dieser Bezeichnung natürlich ausgeschlossen!)